Achtung! Krasse Veränderungen bei Netflix und Co.!

04.05.2017
Kategorien lifestyle

Video-on-Demand-Services wie Netflix und Amazon gehören zu den schönsten Entwicklungen im Bereich Unterhaltung unserer Zeit.
Jeder hat es, jeder schaut es und Familien nutzen teilweise ein Konto gemeinsam.

Der Luxus, sich Filme und Serien aussuchen zu können und mehrere nacheinander sehen zu können, ist noch nicht lange gegeben.
Besonders Netflix ist übersichtlich, günstig und verfügt über ein sehr vielfältiges Programm. Das Programm variiert dabei je nach Staat.
Wie wird das eigentlich festgelegt, was läuft und was nicht? Wer hätte das gedacht: Vom Staat selbst.

So werden uns zum Beispiel Regeln auferlegt, die unser Medienverhalten ändern oder sogar einschränken könnten …
 

1. Quotenregel

Quelle: Pixabay

Der Kulturausschuss hat eine Regel eingeführt, die das Netflix-, Amazon- und Co.-Programm in der nächsten Zeit verändern wird. Von nun an sollen 30 % des Programms aus europäischen Filmen und Serien bestehen. Vorerst war eine Regelung von nur 20 % vorgesehen, doch daraus wurde nichts. Die Abstimmung war alles andere als einstimmig – 17 Abgeordnete waren dafür, 9 dagegen und 4 enthielten sich.

 

2. Wozu das Ganze?

Quelle: Pixabay

Europäische Filmschöpfer sollen durch diese Regelung unterstützt werden. Nicht nur finanziell hilft es der europäischen Filmkultur, sondern auch, was den Bekanntheitsgrad betrifft. Allerdings ist damit nicht gegeben, dass Netflix mehr europäische Filme und Serien koproduziert. Der Kulturrat will, dass sich die VoD-Dienste an der Unterstützung der europäischen Medienkultur beteiligen.

 

3. Nachteile für uns

Quelle: formatc1 via Visual hunt / CC BY-SA

Wenn mehr europäisches Programm eingekauft wird, gibt es weniger Geld für internationales Programm. Einfache Rechnung. So wird die Auswahl für uns erheblich eingeschränkt und die Nutzer werden dazu gezwungen, auf europäische Serien auszuweichen. Ob das wirklich hilft und nicht wieder zu illegalem Konsumverhalten führt, bleibt abzuwarten. Hier wurden die Regeln allerdings festgezurrt und Streamen außerhalb der VoD-Dienste ist nun offiziell illegal.

Das cep (Centrum für Europäische Politik), einer der Abgeordneten, hat gegen die Quotenregel gestimmt und ist vom Beschluss enttäuscht: „[Es] ist ein massiver Eingriff in die Präferenzsouveränität der Bürger“. Es wird quasi nun für uns bestimmt, was wir uns anschauen sollen.

 

Was hältst du von der neuen Regelung? Teile dein Wissen und diesen Beitrag mit deinen Freunden!

Quelle: cep.eu, Titelbild: Flickr: Helge Thomas