Freie Menstruation: Warum du bei der roten Welle keine Tampons mehr brauchst!

04.01.2017
Kategorien lifestyle


Frauen sind stetig auf der Suche nach dem perfekten Weg, die rote Welle zu umgehen oder angenehmer zu machen.
Bei Tampons dringt nichts nach außen, sie geben ein sicheres Gefühl. Binden muss man nicht einführen und bergen weniger Infektionsgefahr. Und auch der letzte Trend ist inzwischen fest integriert: Menstruationstassen.
Manch eine Frau verzichtet für den Urlaub sogar auf die einwöchige Pause, während sie die Antibabypille nimmt, um dem natürlichen Prozess ihres Körpers zu entgehen.
Doch jetzt lösen sich die ersten Frauen vom Periodenmarkt.
Tampons, Slipeinlagen, Binden und Tassen werden verschmäht. Stattdessen lassen sie es laufen. Ja, genau.
Wie das genau funktionieren soll und für welche Frauen das etwas ist, erfahrt ihr hier!

Es war einmal, es wird nun wieder

Vor dem 20. Jahrhundert war die Periode der Frau ein natürlicher Vorgang, mit dem die Menschen ebenso natürlich umgingen: Baumwolltücher wurden in die langen Unterhosen gelegt, die heute mit Binden ersetzt werden. Schließlich tragen alle Frauen heute keine aufgebauschten Röcke mehr, unter denen das große Tuch verborgen ist. Da muss unser Auffangmittel schon kleiner sein. Übrigens wurden eben diese Handtücher dann mit der Hand gewaschen und wiederverwendet. Ihgitt! Im Mittelalter ließ man es einfach laufen. Aber das kann doch nicht angenehm sein?! Warum sollte eine Frau das heute noch tun, vor allem wenn die Frau heutzutage Hosen anstatt langer Röcke trägt, wo höchstens der Saum blutgetränkt war? Und der Boden. Und ihre Schuhe.
Freie Menstruation | Unfassbar.es

Quelle: Pixabay

 

Für mehr Hygiene

Zugegeben, „es laufen zu lassen“ klingt nicht nach mehr Hygiene. Ist aber so. Die Frau lässt es schließlich nicht einfach ins Höschen laufen, sondern ins Klo. Sie sitzt also nicht stundenlang auf getrocknetem Blut ihrer Binde und führt mit einem Tampon nicht noch andere bakterielle Tierchen in ihren Uterus. Auch die Menstruationstasse muss nicht jedes Mal gewaschen und wiederverwendet werden. Optimalerweise landet praktisch kein Blut mehr im Höschen. Außerdem leiden Frauen, die nach dieser Methode menstruieren, angeblich an weniger Unterleibschmerzen.
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Quelle: Pixabay

 

Wie geht das???

Eine sehr aufmerksame Frau merkt mit der Zeit, wann ihr Blut fließt. Das passiert meistens tagsüber und selten bis gar nicht im Schlaf. Theoretisch hat die Frau die Möglichkeit, ihren Fluss zu kontrollieren. Merkt sie, dass etwas kommt, sollte sie sich schnell auf die Toilette setzen! Denn dann geht’s los:
Der Beckenboden wird entspannt und dabei vor und zurück bewegt. Sie kann den Fluss etwas in Fahrt bringen, wenn sie ihren Uterus massiert. Sie verbringt so viel Zeit auf der Toilette, bis erst mal nichts mehr kommt, was nicht länger als 10 Minuten dauern sollte.
Das Problem ist: Die sogenannten „Flussmomente“ kommen mehrmals täglich. Das kann ein Abstand von 4 Stunden sein – aber auch mal 10 Minuten. Wer nicht die Möglichkeit hat, immer wieder ins Bad zu rennen, sollte es sich mit der freien Menstruation zweimal überlegen.

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Quelle: Giphy

 


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