Drogenexzesse und Orgien: Der Mord an Lord Erroll – Ist das seine gerechte Strafe?

08.11.2017
Kategorien grusel

Das Spiel mit Macht und Geld ist ein gefährliches. Schnell kann ein ausartender Lebensstil dich auf Abwege bringen, wenn du nicht vorsichtig bist und dich nur immer deinen Wünschen und Begierden hingibst. Der Preis, den du am Ende dafür vielleicht zahlen wirst, könnte das wertvollste sein, was du besitzt – dein Leben. Wer immer nur rücksichtlos auf Kosten anderer lebt,
muss sich halt nicht wundern, wenn er die Quittung dafür bekommt.
Die Geschichte um den Mord am Lord Erroll aus den 1940ern ist genau ein solches Beispiel dafür, dass man bekommt, was man verdient. Und was für Mysterien und Theorien sich um einen Mordfall ranken können, der mit so brisanten Umständen verknüpft ist!

 

1. Der Lord und die Drogen-Tote

Josslon Victor Hay, der 22. Earl of Erroll, lebte im Überfluss. Er war einer der Adeligen, die in den britischen Kolonien Kenyas in den 1920ern ein verschwenderisches Leben führten, die auch als das „Happy Valley“ (Glückliches Tal) bekannt waren. Er verbrachte seine Zeit mit Glücksspiel, Polospielen, Drogen und vielen wechselnden Partnerinnen – die meisten davon verheiratet. Nicht selten veranstalteten er und seine ältere Ehefrau Lady Idina Sackville Partys, die zu wahren Orgien ausarteten. Bei einer Feier zum Beispiel gehörte es zu den Bedingungen, mit einer anderen Person zu schlafen, als mit der man hingekommen war, bevor die Party endete.
Doch der exorbitante Lebensstil forderte seinen Preis: Nachdem die Schulden sich aufgehäuft hatten, verließ ihn Idina. Lord Erroll hatte jedoch nach kurzer Zeit eine neue Dame – Edith „Molly“ Ramsey-Hill – die ihn bereitwillig aushielt und mit ihm sein dekadentes Leben weiterführte. Doch nach wenigen Jahren starb Molly an einer Überdosis Drogen, sodass Lord Erroll seine Fühler nach einer neuen Liebe ausstreckte.

Quelle: Telegraph


 

2. Mit der Ehefrau des besten Freundes

Die Dame seiner Wahl war die 27-jährige Ehegattin seines guten und 57 Jahre alten Freundes Sir Jock Delves Broughton (links), Lady Diana (rechts). Obwohl es für die adeligen Bewohner des Happy Valley an der Tagesordnung war, die Ehepartner auszutauschen wie andere Leute sich Zucker beim Nachbarn borgen, waren länger andauernde Verhältnisse jedoch tabu. Nichtsdestotrotz würde die Verbindung zwischen Lord Erroll und Diana immer ernster, bis sie sich schließlich der Unterredung mit ihrem Gatten stellte und sich die Scheidung wünschte. Als Teil ihrer Ehevereinbarung war es der wesentlich jüngeren Diana zu Beginn der Ehe mit Sir Jock einberäumt worden, dass sie um eine Scheidung bitten dürfe, wenn sie sich verliebt, und dennoch für 7 Jahre Unterhaltszahlungen von ihrem Exmann erhalten sollte. Sir Jock stimmte dem Wunsch seiner Frau zu, und am 23. Januar 1941 trafen die drei sich zu einem gemeinsamen Dinner, bei dem Jock dem glücklichen Pärchen sogar einen Toast aussprach.

Quelle: The Line-Up


 


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